Gelegenheiten zur Beichte können der aktuellen Gottesdienstordnung entnommen werden.


Eine Beichte ist zusätzlich vor/bzw. nach jeder Messe möglich.
Sprechen Sie unsere Seelsorger einfach an.

Beichte

Für das Sakrament der Sündenvergebung und Versöhnung mit Gott verwendet man verschiedene Begriffe: Beichte, Bußsakrament, Sakrament der Versöhnung. Gemeint ist mit unterschiedlicher Akzentuierung dasselbe.


• „Beichte“ akzentuiert das Bekenntnis der Sünden


• „Buße“ das Thema der Wiedergutmachung und der Übernahme der Verantwortung


• „Versöhnung“ die Überzeugung, dass Gott auch den Sünder annimmt und seine Sünden richtet, d. h. in Ordnung bringt und vergibt.
Beichte und Buße klingen zunächst unangenehm, muss sich der Mensch doch seinen eigenen Sünden stellen und für seine Schuld Verantwortung übernehmen. Das Bußsakrament ist aber gerade das Zeichen dafür, dass Gott sich auch dem schuldig gewordenen Menschen nicht entzieht, sondern seine Vergebung anbietet.

Wir unterscheiden


• Buße und Vergebung in der Eucharistiefeier: Das allgemeine Schuldbekenntnis am Anfang der Meßfeier nimmt in den Worten »ich bekenne... allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe« die soziale Seite der Sünde ernst. Jeder wendet sich an jeden und bittet, für ihn vor Gott einzutreten: »Darum bitte ich euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.« Auch das Hören des Wortes Gottes hat sündentilgende Kraft.


• Der Bußgottesdienst: Der Bußgottesdienst vertieft und entfaltet den Vorgang von Buße und Vergebung. Er macht deutlich, daß die Umkehr und die Hinwendung zu Gott nicht nur für den einzelnen, sondern auch für die Gemeinschaft notwendig sind, weil auch die Gemeinschaft dem Mitmenschen gegenüber oft versagt. Im Bußgottesdienst empfangen wir Anleitung zu einer vertieften Gewissenserforschung. Nicht selten entdecken wir dabei Lebensbereiche, die wir vielleicht noch nie mit Gott und seiner Ordnung in Beziehung gebracht haben. Im Bußgottesdienst hören wir die Worte Jesu, durch die wir gleichsam aus »erster Hand« die Botschaft vom verzeihenden Vater im Himmel vernehmen. »Im Himmel wird mehr Freude herrschen über einen einzigen Sünder, der umkehrt, als über neunundneunzig Gerechte, die es nicht nötig haben umzukehren« (Lk 15,7). Besonders zu den Bußzeiten des Kirchenjahres, im Advent und in der Fastenzeit, hat der Bußgottesdienst seinen festen Platz im Leben der Pfarrgemeinde.


• Die Feier des Bußsakramentes (Beichte): Unter den verschiedenen Formen der Buße und Sündenvergebung nimmt das Beichtsakrament eine besondere Stellung ein. Im Auftrag der Kirche wird dem, der umkehrt, durch den Priester in der Vollmacht Christi im wahrnehmbaren Zeichen sakramental Versöhnung, Vergebung der Schuld geschenkt und zugesprochen. Für die Gläubigen, die sich in schwerer Sünde von Gott getrennt haben und dies bereuen, bleiben das persönliche Bekenntnis und die sakramentale Lossprechung die ganz besondere  Weise, in der Kirche Versöhnung mit Gott zu finden.