St. Barbara, Trompeter Straße 13, Langenfeld-Reusrath

Kurze Reusrather KirchengeschichteDie dritte Reusrather Kirche | Die Orgel | Die Glocken

 

Schauen Sie sich doch weitere Impressionen unserer Kirche an oder sehen Sie sich in der Taufkapelle oder im Altarraum um!

 

Kurze Reusrather Kirchengeschichte

Die Geschichte der Kirchengemeinde Reusrath reicht mindestens bis ins 11. Jahrhudnert zurück. Aus dieser Zeit stammen ein 2008 bei Ausgrabungen an der Kirchenwüstung am Markt gefundenes Skelett und auch die erste Kapelle. 1281 wird dann die Ortschaft Reusrath erstmals urkundlich erwähnt, um 1480 das Barbara-Patrozinium der Reusrather Kapelle erwähnt, die bis etwa 1670 zur Pfarre Rheindorf gehörte. Um die Jahrhundertwende vom 16. zum 17. Jahrhundert war Reusrath etwa 30 Jahre lang, jedoch nicht einheitlich, evangelisch. Nach der Beruhigung der Verhältnisse gründeten die evangelischen Christen 1683 ihre "Kombinierte Kirchengemeinde Reusrath-Richrath-Opladen" und die katholische Gemeinde wurde um 1670 zur Pfarre erhoben. Die folgende Zeit war von einer Erneuerung des katholischen Glaubens, aber auch von einer "törichten Rivalität" zwischen den Konfessionen geprägt. 1791/92 wurde die zweite, größere Kirche an derselben Stelle am Markt errichtet. Sie war nur etwa 14 x 9 Meter groß und war im Innenraum weniger durch die architektonische Gestaltung, als von der Ausstattung und Möblierung geprägt." Noch heute gehören einige Sakralgegenstände aus der alten Kirche zur Kirchenausstattung. Zwischen 1871 und 1890 stieg die Katholikenzahl in Reusrath um mehr als 30 Prozent von 1.168 auf 1.536, sodass die Kirche zu klein wurde. Deswegen und wegen wachsender Baufälligkeit wurden ab 1880 Spenden für den Bau einer neuen Kirche an heutiger Stelle an der Trompeter Straße gesammelt. Mit der Planung einer solchen wurde 100 Jahre nach dem Bau der zweiten Kirche Theodor Roß (1864-1930) beauftragt, der die Planungen 1896 nach mehreren Änderungen beendete. Die neue Kirche wurde am 20. März 1898 durch den Kölner Weihbischof Hermann Joseph Schmitz (1841-1899) konsekriert, ein Jahr später waren die Arbeiten an der Kirche beendet. Die Übersetzung der Weiheurkunde lautet:

 

Hermann Joseph Schmitz

Durch die Barmherzigkeit Gottes und die Gunst des Heiligen Stuhls

Titularbischof von Zela und Suffraganbischof von Köln

allen bei der Lektüre Anwesenden einen Gruß im Herrn

 

Wir geben kund und bestätigen, daß wir am 20. März 1898 die neue Pfarrkirche zu Reusrath und ihren Hauptaltar zur Ehre der hl. Barbara, Jungfrau und Märtyrin, geweiht und im Altar Reliquien des Hl. Evergislus, Bischof von Köln und Märtyrer, des hl. Märtyrers Paulinus und der heiligen Märtyrinnen und Gefährtinnen der hl. Ursula, Jungfrau und Märtyrin, beigesetzt haben. Wir gewähren, daß jeder Gläubige einen Ablaß, heute für ein Jahr und am Jahrestag der Kirchweihe für vierzig Tage, durch den Besuch der Kirche und in der in der Kirche üblichen Form gewinnen kann.

Wir erklären auch, daß wir zwei Nebenaltäre am o.g. Tag geweiht haben. Den Altar auf der Evangelienseite zur Ehre der Seligen Jungfrau Maria, und den anderen auf der Epistelseite zur Ehre des hl. Papstes und Märtyrers Kornelius, des hl. Bischofs und Bekenners Hubertus, des hl. Abtes Antonius, des hl. Märtyrers Quirinius und des hl. Märtyrers Sebastian. In ihnen habe ich Reliquien des hl. Märtyrers Paulinus und der heiligen Märtyrer und Gefährten des hl. Märtyrers Gereons beigesetzt.

In Reusrath gegeben am o.g. Tag, Monat und Jahr und mit unserer Unterschrift und unserem Siegel und der Unterschrift meines Sekretärs gekennzeichnet.

 

+ Hermann Joseph

Titularbischof von Zela und Suffraganbischof von Köln

Georg Hütten

Sekretär

 

Die dritte Reusrather Kirche

Der Bau der neuen, neugotischen Kirche wurde 1899 - ein Jahr nach der Kirchweihe - fertiggestellt.

 

Der Turm

Der Turm der Kirche besteht aus drei Teilen. Im unteren unterster das Seitenportal und auf zwei Seiten Spitzbogennischen mit je drei schmalen Fenstern ihren Platz. Zum mittleren gehören - von unten gesehen - auf zwei Seiten runde Felder, in denen sich nach ursprünglichen Planungen die Uhr befinden sollte, und dann auf allen vier Seiten die Schallöffnungen, hinter denen sich die Glockenstube verbirgt. Der dritte Teil ist der Turmhelm, der auf einer von jeder Seite achtteiligen Spitzbogengalerie ruht. Den Übergang zum Dach bildet ein "Zackenkrenz" aus abgewalmten Verdachungen an den Ecken und dreieckigen Mauerflächen an den vier Seiten, auf denen die Ziffernblätter der Uhr angebracht sind. Der Turmhelm ist von einer Kugel, einem Kreuz und einem Hahn bekrönt. Durch die asymmetrische Stellung des Turmes wirkt die Hauptfassade leichter.

 

Der Innenraum

Bei der Kriche handelt es sich um eine dreischiffige Pseudohallenkirche, das heißt, die beiden Seitenschiffe sind fast gleich hoch wie das Mittelschiff und es besteht keine direkte Beleuchtung des Mittelschiffes durch Fenster über den Seitenschiffdächern. Das Gewölbe wird von fünf Rundsäulen getragen, die sechste ist als Teil des Turmmauerwerkes nur als Wandvorlage ausgeführt.

Neben der Rosette kommen drei verschiedene Fensterformen in der Kirche vor: Die Fenster im Chor und an dern Stirnseiten der Seitenschiffe sind einbahnig und konnten so eine Motivverglasung ohne Teilung erhalten. Die vier Seitenschifffenster sind zweibahnig. Dazwischen finden sich am oberen Ende Dreipässe, in denen drei mal eine Taube und einmal ein Ornament verglast wurde. Die Querhausfenster sind vierbahnig und zeigen aufwändig getaltete Motive. Siehe Fotos hier.

Die Kirche wurde 1934 unter der Leitung von Wilhelm Ritterbach (1878-1940) ausgemalt. Besonders beachtlich waren die Fresken im Altarraum, die das Letzte Abendmahl und das Opfer des Melchisedek zeigten. Die Malereien wurden in den sechziger Jahren übertüncht.

Bis in die dreißiger Jahre hatte es nur einen provisorischen Altar gegeben, der 1935 durch einen neuen, modernen Altar ersetzt wurde. Es handelte sich dabei um einen Flügelaltar von Franz Xaver Haak (1879-1949) (mit zwei Gemälden von W. Ritterbach). Die sechs Altarbilder befinden sich heute in der Taufkapelle (siehe dort auch Fotos und eine Beschreibung von F. X. Haak), aber auch u.a. das Altarkreuz sind bis heute Teil der Kirchenausstattung.

1938 wurde ein elektrisches Läutewerk eingebaut.

Die Kirche und das Pfarrhaus wurden am 8. Juli 1941 bei einem Fliegerangriff an Dach und Fenstern leicht beschädigt.

In den sechziger Jahren wurde die Kirche, dem Zeitgeschmack entsprechend, umgestaltet, indem zahlreiche Ausstattungsstücke wie die Altäre, die Kommunionbank, die Kanzel und die Beichtstühle entfernt sowie die Malereien übertüncht wurden. Auch einige Ausstattungsstücke aus dieser Zeit sind noch heute in der Kirche vorhanden.

Zehn Jahre später begann man, die Ausstattung wieder dem neugotischen Stil des Kirchengebäudes anzupassen. Dazu gehörte die Anschaffung eines neugotischen Hochaltares, der 1977 aufgestellt wurde, eine stilgerechte Ausmalung des Innenraumes, die Erneuerung der Treppenanlage vor dem Hauptportal, die Wiederaufstellung der ursprünglichen Zaunanlage und die Anschaffung weiterer Aussattungsstücke (siehe unten). Außerdem wurde auch der bauliche Bestand der Kirche saniert (am Turm, die Glockenstube, die Heizanlage, der Dachstuhl, verwitterte Fassadenverzierungen) und die Rosette neuverglast, da die zwischenzeitliche Verglasung mangelhaft eingebaut worden war.

Zusätzlich wurde 1994/95 über dem Portal an der Südseite ein Vordach errichtet, wobei man sich an die Pläne von T. Roß gehalten hat, der an dieser ursprünglich ein polygonales Chörchen vorgesehen hatte.

 

Die Innenausstattung

Der Sakramentsaltar wurde 1893 für die Kirche in Derschlag bei Gummersbach angefertigt und kam 1977 in die Kirche St. Barbara. Fotos und Beschreibung siehe hier. Da auch die ursprüngliche Kommunionbank verloren gegangen ist, wurde 1979 die um 1895 gefertigte Kommunionbank aus St. Michael in Dormagen erworben.

Nach ursprünglichen Planunugen sollten im Querhaus unter den großen Fenstern Beichtstühle aufgestellt werden. Diese wurden 1981 aufgestellt. 1984 wurde der aus Derschlag stammende Kreuzweg aufgehängt. Durch die Entfernung der Seitenaltäre und Verlegung der Sakristeitüren an die Stirnseiten der Seitenschiffe, konnte 1985 ein zweiteiliges Chorgestühl im Altarraum aufgestellt werden, das aus Resten einer Orgelbrüstung aus St. Antonius in Kürten-Bechen gefertigt wurde.  Darüber befindet sich ein Gemälde mit Darstellungen aus dem Leben der Hl. Barbara und ein Relief der Kreuzigung Petri nach Rubens. Im Altarraum wurde 1994 außerdem eine originalgetreue Rekonstruktion der Kanzel aus der alten Kirche unter Verwendung der erhaltenen 10 Relieftafeln aus dem 17. Jahrhundert aufgestellt werden.

An den Wandpfeilern des Altarraumes befindet sich links eine Marienstatue und rechts eine Barbarastatue. Einige Heiligenfiguren wurden 1974 in der Turmkammer gefunden, restauriert und wieder aufgestellt. Daneben ist neben dem Hauptportal eine Pietà zu finden, die auf einem kleinen Sockel mit der Abbildung des apokalyptischen Lammes aufgestellt ist. Im Eingangsbereich der Kirche findet eine Antoniusfigur Platz im Expositorium des Hochaltares der alten Kirche und zwischen den Nischen für Opferkerzen flankieren zwei - von Pfarrangehörigen zurückgegebene - Engelsfiguren das Gnadenbild der immerwährenden Hilfe.

Die Apostelleuchter wurden nach einem Muster eines Leuchters aus der St. Blasius-Kirche in Glottertal nachgegossen. Das ewige Licht findet in einer großen Lampe Platz, die in Köln erworben wurde und zahlreiche kleine Heiligenfiguren trägt. Das Taufbecken wurde im hinteren Teil des linken Seitenschiffes aufgestellt, wo die Altarbilder des Hochaltares von 1935  aufgestellt wurden. Siehe Fotos und beschreibungen hier.

1986 konnte der Zaun, der bis 1966 vor der Kirche stand, wieder aufgestellt werden.

 

Beschriftung der Tafel "Baudenkmal"

"In Reusrath hat im 11. Jahrhundert schon eine Kapelle bestanden" lesen wir im Handbuch des Erzbistums Köln von 1966. Möglicherweise gilt für die Zeitfestlegung dieser Kapelle die von Paul Clemen im Turm gefundenen Glocken des 12., 13. und 14. Jahrhunderts. Die Kapelle "Am Markt" erhielt - nach einer um 1480 datierten Aufzeichnung - das Barbarapatrozinium.

1667 wird die St.-Barbara-Kapelle als Pfarrkirche und der amtierende Priester als Pastor bezeichnet. Diese Pfarrkirche wird 1791 am alten Turm umgebaut und vergrößert; wegen Baufälligkeit wurde sie leider 1913 abgetragen.

Die Bemühungen um den Bau der Neugotischen Kirche an dieser Stelle begannen 1892 durch Herrn Pfarrer Valder und dem Kirchenvorstand. Nach der Grunsteinlegung 1895 erfolgte bereits am 20. März 1898 die Konsekration der somit dritten Reusrather katholischen Kirche durch Weihbischof Dr. Dr. Hermann Joseph Schmitz.

Die Großrenovierung und stilechte Wiederherstellung des Innenraumes mit den noch vorhandenen, von Pfarrbewohnern zurückgegebenen und neuerworbenen Originalstücken wurde - nach 20-jährigen Bemühungen - im 100-jährigen Weihejubiläum 1998 abgeschlossen.

 

 

Die Orgel

Orgelgeschichte in St. Barbara

Bis 1925 existierte in der Kirche nur ein Harmonium. Dieses wurde - nachdem 1924 das Angebot über eine gebrauchte Orgel abgelehnt wurde - durch einen Orgelneubau der Fa. Seiffert ersetzt. Für diese neue Orgel musste die Orgelbühne umgebaut und tiefer gelegt werden. 1959/60 wurde diese Orgel überholt und erhielt eine elektrische Traktur. Außerdem wurde sie zu den Seiten verlagert, um mehr Platz für den Chor zu schaffen. Die Orgel hat bei den Arbeiten in der Kirche in den Jahren 1965/66 derart gelitten, dass sie 1970 restauriert werden musste. Auch nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten in den 70er und 80er Jahren wies die Orgel wieder Funktionsstörungen auf, dass sie nach mehreren Gutachten des Orgelsachverständigen des Erzbistums (1996/97) durch eine neue ersetzt werden sollte. Diese wurde von der Fa. Schulte, Kürten/Bechen gebaut und in ein vorhandenes Orgelprospekt aus St. Matthäus in Niederkassel (erworben 2000) eingebaut wurde. Sie wurde am 23. November 2002 durch Weihbischof Dr. Friedhelm Hofmann geweiht.

 

Disposition

I. Manual (Hauptwerk)

II. Manual (Schwellwerk)

1.

Bordun

16'

 

11.

Holzflöte

8'

 

 

2.

Principal

8'

 

12.

Viola da Gamba

8'

 

 

3.

Offenflöte

8'

 

13.

Vox coelestis

8'

 

 

4.

Salicional

8'

 

14.

Flûte octaviante

8'

 

 

5.

Octave

4'

 

15.

Nasard

2 2/3'

 

 

6.

Gedeckt

4'

 

16.

Flageolette

2'

 

 

7.

Superoctave

2'

 

17.

Terz

1 3/5'

 

 

8.

Cornet

3fach

 

18.

Fourniture

2' 4fach

 

 

9.

Mixtur 1 1/3 '

4fach

 

19.

Trompette harm.

8'

 

 

10.

Trompete

8'

 

20.

Hautbois

8'

 

 

 

 

 

 

21.

Vox humana

8'

 

 

 

 

 

 

 

Tremulant

 

 

 

Pedal

 

 

 

 

 

22.

Subbass

16'

 

 

 

 

 

 

23.

Octavbass

8'

 

 

 

 

 

 

24.

Gedecktbass

8'

 

Spielhilfen

25.

Choralbass

4'

 

Sub

II-II

 

 

 

26.

Posaune

16'

 

Sub

II-I

 

 

 

 

 

 

 

Super

II-P

 

 

 

 

 

 

 

Koppeln

II-I

 

 

 

 

 

 

 

 

I-P

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anzahl der Pfeifen:

1570

 

 

 

 

 

 

Zungenpfeifen:

254

 

Holzpfeifen:

228

 

 

Labiale Pfeifen:

1316

 

Metallpfeifen:

1342

 

 

 

 

Die Glocken

Glocke

I 5143

II 5141

III 5158

IV 5147

Glockenname

Petrus

Joseph

Maria

Barbara

Glockengießer

Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation

Gußjahr

1954

Metall

Gußstahl

Durchmesser

1800 mm

1510 mm

1350 mm

1180 mm

Gewicht

2104 kg

1299 kg

956 kg

751 kg

Schlagton

d'

e'

fis'

 

Geläutemotive

Glocken I-IV

  • O Heiland, reiß die Himmel auf (GL 231)

  • Dank sei dir Vater (GL 484)

 

Glocken I-IV

  • Präfationsgeläutemotiv (Per omnia saecula saeculorum)

 

Glocken II-IV

  • Pater noster (GL 589,3)

  • Maria, breit den Mantel aus (GL 849)

  • Requiem, Intr. Missa Pro Defunctis

  • Vidi aquam, Antiphon Tempore Paschali (GL 125) 

 

Inschriften

 

Glocke I: Petrus-Glocke

SANCTE PETRE
ORA PRO NOBIS
DISCORDIAS FRANGO - DONA NOBIS PACEM
A. S. MARIANO 1954 PAPA PIO XII.
ARCHIEPISCOPO COLON.
JOSEPH, CARDINALI FRINGS
PAROCHO REUSRATHENSI PETRO MIRRACH,
DECANO OPLADENSI
EX FABRICA AERARIA – BOCHUM ORIMUR
(Symbol d. Hl. Petrus)


(Hl. Petrus, bitte für uns. Zwistigkeiten breche ich, gib uns Frieden. Im hl. Marianischen Jahr 1954 unter dem Papst Pius XII., dem Erzbischof von Köln Kardinal Frings, dem Reusrather Pfarrer Peter Mirrach, Dechant von Opladen, hergestellt vom Bochumer Verein für Gußstahlfabrikation.)

 

Glocke II: Joseph-Glocke

SANCTE JOSEPH
ORA PRO NOBIS
MORTUOS PLANGO
PLUS REQUIESCANT IN PACE
(Symbol d. Hl. Joseph)


(Hl. Joseph, bitte für uns. Die Toten beklage ich, sie mögen immer in Frieden ruhen.)

 

Glocke III: Marien-Glocke

SANCTA IMMACULATA
ORA PRO NOBIS
CORDA TANGO PLUS SURSUM CORDA
(Symbol der Immaculata)


(Hl. Unbefleckte, bitte für uns. Die Herzen rühre ich, mehr ich erhebe sie.)

 

Glocke IV: Barbara-Glocke

SANCTA BARBARA
ORA PRO NOBIS
VIVOS VOCO PLUS VENITE ADOREMUS
(Symbol d. Hl. Barbara)


(Hl. Barbara, bitte für uns. Die Lebenden rufe ich, mehr: kommt lasset uns anbeten.)

 

 

Klangliche Beurteilung des Geläutes nach Musikdirektor Jakob Schaeben, Euskirchen bei Köln (1905-1980) 

Die Gegenüberstellung der Klangstrukturen zeigt, - und dieselbe Feststellung konnte beim Probeläuten gemacht werden, - dass nicht nur die Schlagtöne, sondern auch die wichtigsten Summtöne in denkbar guter Reinstimmung getroffen sind. Ebenso sind bei den Glocken II, III und IV die bei früheren Bochumer Glocken so sehr gefürchteten Nebenshlagtöne in fast strichreine Quarten gerückt; nur der Quartschlag der I klingt noch stark alteriert, jedoch auch, ohne in den Bereich des Tritonus zu geraten. Die durch ihn beim Zusammenläuten der I und III hervorgerufene Überschneidung mit Schlagton-Prime der III ist erträglich und im Gesamtgeläut kaum mehr festzustellen.
Die Vibrationskapazität der Glocken liegt etwas über dem in den Richtlinien für Stahlglocken der entsprechenden Höhen geforderten Soll.