Indien-Projekt

 

Im Juni/Juli 2007 waren Kaplan P. Joseph und ich, Pastor Lambert Schäfer, in der Heimat unseres Kaplans und wir haben dort viele verschiedene Missionsstationen in den Bundesstaaten Uttar Pradesh und Uttaranchal besucht. Die einheimischen Missionare stammen fast alle –wie auch unser Kaplan- aus Kerala im Süden Indiens. Sie gehören zum Orden „Carmelites of Mary Immaculate“ = CMI (Karmeliten der Jungfrau Maria). 1972 haben sie im Norden in den beiden Bundesstaaten mit ihrer Arbeit begonnen. Dies geschah an den meisten Stellen auf Wunsch der armen Bevölkerung, die gerne eine Schule oder eine Anlaufstelle für medizinische Belange haben wollte. Diese Missionsstationen sind überwiegend mit einheimischen Geldern aufgebaut worden und haben teilweise Schulen, in die 1500 bis 2000 Kinder gehen, die dort einen soliden Schulabschluss machen können.
Bei diesem Indienbesuch reifte in uns der Gedanke, dass wir eine Partnerschaft mit der Diözese Bijnor aufbauen wollen.

Vier konkrete Projekte sind daraus mittlerweile entstanden:

1) Wir wollen den Bau eines Internates für 140 Kinder in Nagina unterstützen. Dort werden überwiegend katholische Kinder an der Schule unterrichtet, die meistenteils das Schulgeld nicht selbst aufbringen können.

2) Wir möchten das Asha-Deep-Zentrum stärken, in dem behinderte Kinder unterrichtet und unterwiesen werden. Dort fehlt es an vielen notwendigen Hilfsmitteln, um die Kinder gemäß ihrer eigenen Behinderung zu fördern.

3) Wir wollen mit Hilfe unserer Frauengemeinschaften ein „women-empowerment-program“ = ein „Frauen-Starkmach-Programm“ unterstützen. Durch dieses Programm werden etwa Hebammen ausgebildet, Selbsthilfegruppen initiiert und Analphabetinnen geschult im Lesen und Schreiben.

4) Wir möchten einer Station in Ghaziabad helfen ihren Kirchbau zu vollenden, der stockt, weil die nötigen Gelder fehlen.

Um alle diese Aufgaben bewältigen zu können, möchten wir eine Partnerschaft mit der Diözese Bijnor ins Leben rufen. Dabei soll es nicht nur um Geldtransfer gehen, der übrigens keine Verwaltungskosten erzeugen wird, da das Geld direkt per Scheck mit nach Indien genommen werden kann von Mitbrüdern unseres Kaplans, die hier in Deutschland arbeiten (ca. 20 Patres allein in unserem Bistum!). Wir möchten auch Begegnungen und Besuche nach Indien und von Indern in Deutschland fördern und ermöglichen. Eine echte Partnerschaft lebt von der Begegnung und vom Kennen-Lernen der jeweils anderen Kultur.

Ich bin überzeugt, dass wir in Deutschland von den Erfahrungen einer jungen, missionarischen Kirche lernen können. Die gute, fröhliche Stimmung in Indien ist sehr ansteckend.

Bitte unterstützen Sie unsere Bemühungen. In den nächsten Monaten werden wir uns bemühen, eine Gruppe zu gründen, die sich mit uns um das Wachsen der Partnerschaft kümmert.

Wenn Sie interessiert an einer Mitarbeit sind, wenden Sie sich bitte an mich:

02173/977644 Pastor Lambert Schäfer                                                      (Stand 2008)

Stand 2014

Mittlerweile ist das Internat in Nagina (Projekt 1) mit Hilfe von Sternsinger-Geldern aus Langenfeld gebaut und die ersten drei Jahrgänge sind durch das Internat gegangen.

Für Asha-Deep (Projekt 2) haben wir zuletzt Solarzellen auf das Dach installieren lassen, damit eine unabhängige Stromversorgung gewährleistet ist.

Das Projekt 3 wurde dreimal von uns finanziert (mit jeweils 4.000 EUR); zahlreiche Mädchen haben so die Möglichkeit bekommen, eine Schule zu besuchen, und erwachsenen Frauen wurde Lesen und Schreiben beigebracht.

 

 

Die Kirche in Ghaziabad (Projekt 4) ist - auch durch unsere Unterstützung- fertig eingerichtet und wird rege genutzt. Neue Projekte sind nun die Errichtung eines kleinen Krankenhauses in der Nähe der Bischofskirche in Kodtwar und der Bau eines Behindertenheimes in PremDham ( im Wesentlichen finanziert von der Aktion "Ein Herz für Kinder"!). Eine Übergangseinrichtung für die Behinderten, die dort einmal wohnen werden haben wir mehrfach mit Geld für den täglichen Bedarf (Essen, Medikamente, Schulmaterialien) unterstützt.