Krippenweg 2015 in St. Paulus mit Bildern und Text

Die Krippe in St. Paulus greift in sechs verschiedenen Bildern Themen auf, mit denen wir uns uns vom 1. Advent bis zum Fest der Erscheinung des Herrn auf den Weg machen. In diesem Jahr versuchen wir die Bilder unserer Krippe mit Texten des Zweiten Vatikanischen Konzils besser zu verstehen.

In sechs verschiedenen Bildern wollen wir vom 1. Advent bis zum Fest der Erscheinung des Herrn (Hl. Drei Könige) uns in St. Paulus auf einen Krippen-Weg machen. In diesem Jahr versuchen wir die Bilder unserer Krippe mit Texten des Zweiten Vatikanischen Konzils besser zu verstehen. Die Texte sind entnommen aus Gaudium et spes (GS) und Lumen Gentium (LG) und stehen jeweils bei den Bildern:

       1. Advent:         GS 1     [vorblättern]

       2. Advent:         GS 16 

       3. Advent:         GS 24

       4. Advent:         LG 9

       Weihnachten:    LG 62

       Hl. Drei Könige: GS 11

Immer wenn eine neue Szene in unserer Krippenlandschaft aufgestellt wird, soll es eine kurze Hinführung zum darin Ausgedrückten geben. Diese Hinführung wird vor den Hl. Messen vorgelesen und liegt auch in schriftlicher Form an der Krippe zum Nachlesen.
Die Gestaltung der Krippenbilder liegt in den Händen von Familie Trierscheidt und Nico Tilmes. 

(Texte: Pfr. Lambert Schäfer, Fotos: Wilfried Kehr)

 

 


 

 

Dreikönige GS11: "Im Glauben daran, dass es vom Geist des Herrn geführt wird, ..."

 

Das Wort aus dem Zweiten Vatikanischen Konzil, das über dem letzten Krippenbild steht, lautet:

„Im Glauben daran, dass es vom Geist des Herrn geführt wird, der den Erdkreis erfüllt, bemüht sich das Volk Gottes, in den Ereignissen, Bedürfnissen und Wünschen, die es zusammen mit den übrigen Menschen unserer Zeit teilt, zu unterscheiden, was darin wahre Zeichen der Gegenwart oder der Absicht Gottes sind." (GS 11)

Die Zeichen der Zeit suchten die drei Weisen aus dem Morgenland zu entschlüsseln und zu deuten. Dafür nahmen sie eine weite, beschwerliche Reise auf sich. Sie finden ein kleines Kind in einer Krippe, dem sie symbolträchtige Geschenke machen. Diese drei Könige lehren uns, dass auch im Unscheinbarsten Gott selbst sich zeigen kann. Sie lehren uns, dass eine echte Suche auch zum Ziel kommen wird, das allerdings unsere Erwartungen so manches Mal überraschen wird mit Unerwartetem. Wir dürfen vertrauen, dass Gottes Geist uns führt und leitet auf unseren Wegen. Er gibt uns auch die Gabe der Unterscheidung, damit wir wirklich Gott finden können.

 

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Hl. Abend und Weihnachten LG 62: "In mütterlicher Liebe trägt Maria Sorge ..."

 

Heute lautet der Text des Zweiten Vatikanischen Konzils, den wir über das Krippenbild gestellt haben:

„In ihrer mütterlichen Liebe trägt Maria Sorge für die Brüder ihres Sohnes, die noch auf der Pilgerschaft sind und in Gefahren und Bedrängnissen weilen, bis sie zur seligen Heimat gelangen. Deshalb wird die selige Jungfrau in der Kirche unter dem Titel der Fürsprecherin, der Helferin, des Beistandes und der Mittlerin angerufen.“ (LG 62)

Im Krippenbild kommen Personen verschiedenen Alters und verschiedener Herkunft, um zu sehen, was da in Bethlehem geschehen ist. Maria steht in der Mitte zusammen mit Josef neben dem Kind Jesus unter einem Zelt, das uns an ein Flüchtlingszelt erinnert.

Gerade in diesem Jahr wird uns auch hier in Deutschland schmerzlich bewusst, wie sehr die Eltern Jesu das Schicksal der Flüchtlinge geteilt haben. Sie haben es auf sich genommen, alles für dieses Kind zu tun, das ihnen von Gott geschenkt wurde. Sie mussten mit ihm fliehen, weil König Herodes es töten wollte. Wie viele christliche Flüchtlinge mögen sich in ihrer Not an Maria gewendet haben und darin Trost gefunden haben? Denn Maria ist unsere Fürsprecherin und unser Beistand.

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4. Advent LG 9: "... Gott hat es aber gefallen, die Menschen nicht einzeln ... zu heiligen ..."

Heute steht über unserer Krippe das Wort aus dem Zweiten Vatikanischen Konzil:

„Zu aller Zeit und in jedem Volk ruht Gottes Wohlgefallen auf jedem, der ihn fürchtet und gerecht handelt. Gott hat es aber gefallen, die Menschen nicht einzeln, unabhängig von aller wechselseitigen Verbindung, zu heiligen und zu retten, sondern sie zu einem Volk zu machen, das ihn in Wahrheit anerkennen und ihm in Heiligkeit dienen soll.“ (LG 9)

Dargestellt ist die Begegnung zweier Frauen, die beide hochschwanger sind: Maria und ihre Verwandte Elisabeth. Beide tragen die Hoffnung auf einen Neubeginn in sich. Sie sind verbunden durch das Wissen um die Hoffnung, die jede Geburt in die Welt bringt. Maria, das junge Mädchen, und Elisabeth die schon ältere Frau: beide nehmen das Geschenk des Lebens aus Gottes Hand an.

Beide wissen um das Eingreifen Gottes in ihr eigenes Leben und beide haben ihr „Ja“ dazu gesagt. Sie haben sich eingelassen auf Gottes Wirken in ihrem Leben. Sie erkennen Gott an und treten damit ein in die Gegenwart des Heiligen in ihrem Leben. Gott selbst heiligt ihr Leben.

 

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3. Advent GS24: "... einander in brüderlicher Gesinnung begegnen ..."

In unserer Krippe lesen wir heute das Wort aus dem Zweiten Vatikanischen Konzil:

„Gott, der väterlich für alle sorgt, wollte, dass alle Menschen eine Familie bilden und einander in brüderlicher Gesinnung begegnen. Alle sind ja geschaffen nach dem Bild Gottes.“  (GS 24)

 

Dargestellt sind zwei Szenen: im Vordergrund steht Johannes der Täufer und tauft Jesu. Johannes hatte auf die Frage der Leute „Was sollen wir tun?“ geantwortet: „Wer zwei Mäntel hat, teile mit dem, der keinen Mantel hat.“

Die Umsetzung dieses Wort ist in der hinteren Szene dargestellt: ein Mann reicht einen Mantel an einen anderen, der mit einem Kind hinter einem Zaun steht. Die Beschenkten sind Flüchtlinge, die aus purer Angst geflohen sind nur mit dem Nötigsten, das sie mitnehmen konnten. In diesem Teilen nimmt der Schenkende den anderen als Ebenbild Gottes wahr. Mit dem anderen zu teilen, bedeutet immer aus einer geschwisterlichen Haltung zu leben.

 

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2. Advent GS16: "Im Innern seines Gewissens ..."

Heute steht in unserer Krippe das Wort aus dem Zweiten Vatikanischen Konzil im Mittelpunkt:

„Im Innern seines Gewissens entdeckt der Mensch ein Gesetz, das er sich nicht selbst gibt, sondern dem er gehorchen muss und dessen Stimme ihn immer zur Liebe und zum Tun des Guten und zur Unterlassung des Bösen aufruft.“ (GS 16).

 

Wie oft stehen wir vor Gewissensentscheidungen? Wir kennen das Gute, aber wir tun es nicht immer. Dargestellt wird dieser Gedanke in unserer Krippe durch einen Bettler im Hintergrund, der die Hand aufhält. Ein Mann mit einem Esel und einem kleinen Kind vorne rechts ist schon schnell vorbei gegangen. Das Kind dreht sich noch um und scheint dem Bettler helfen zu wollen. Der Mann aber hat es eilig.

Ein anderer Mann kommt links und reicht dem Bettler einen Mantel und etwas Geld: er lässt sich von der Bitte und der Not ansprechen. Er überschreitet die (rote) Linie und hilft. Sein Gewissen bewegt ihn zur guten Tat.

 

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1. Advent GS 1: " Freude und Hoffnung ..."

Am ersten Advent greifen wir ein Wort aus dem Konzil auf, das die Menschen bewegt:

„Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedrängten aller Art,
sind auch Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Jünger Christi“. (GS 1).

In drei Szenen sehen wir links jemanden, der einem Gefallenen Hoffnung schenkt, indem er sich ihm zuwendet. Hinten in der Mitte tanzen ein Mädchen und ein alter Mann vor Freude. Rechts weinen ein Kind und ein Erwachsener und werden von einem Engel, also einem Boten Gottes, getröstet. Alle drei Szenen erinnern uns an den Alltag: wie oft weinen Menschen über ihr eigenes Leid und das Leid der Welt? Glückliche Momente lassen uns tanzen vor Freude. Und manchmal wird in uns Hoffnung wach, weil sich jemand uns zuwendet.

Als Christen müssen wir diese Gefühle wahrnehmen und die Menschen dabei begleiten. Keiner soll allein gelassen werden.

 

 

St-Paulus-Krippe-2015-02 (1. Advent)St-Paulus-Krippe-2015-03 (1. Advent)St-Paulus-Krippe-2015-04 (1. Advent)

 

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