Krippenweg 2016 in St. Paulus mit Bildern und Text

Die Krippe in St. Paulus greift in sechs verschiedenen Bildern Themen auf, mit denen wir uns uns vom 1. Advent bis zum Fest der Erscheinung des Herrn auf den Weg machen. Diese Bilder möchten uns einladen, ein Bibelwort des jeweiligen Sonntags besser zu verstehen. Das Wort Gottes ist unsere Orientierung auf dem Weg: es führt uns sicher zu Gott.

In sechs verschiedenen Bildern wollen wir vom 1. Advent bis zum Fest der Erscheinung des Herrn (Hl. Drei Könige) uns in St. Paulus auf einen Krippen-Weg machen. Diese Bilder möchten uns einladen, ein Bibelwort des jeweiligen Sonntags besser zu verstehen.

Das Wort Gottes ist unsere Orientierung auf dem Weg: es führt uns sicher zu Gott. Wer es hört und danach lebt, geht auf Gott zu und wird ihm begegnen. Diese Verheißung begleitet uns in die Tage des Advents.

       1. Advent:         "Meine Worte werden nicht vergehen!"     [vorblättern]

       2. Advent:         "Ich taufe Euch nur mit Wasser zum Zeichen der Umkehr"

       3. Advent:         "Mein Bote soll den Weg für dich bahnen"

       4. Advent:         "Seht die Jungfrau wird ein Kind empfangen"

       Weihnachten:    "Da trat ein Engel des Herrn zu Ihnen"

       Hl. Drei Könige: "Wir haben seinen Stern aufgehen gesehen"

Immer wenn eine neue Szene in unserer Krippenlandschaft aufgestellt wird, soll es eine kurze Hinführung zum darin Ausgedrückten geben. Diese Hinführung wird vor den Hl. Messen vorgelesen und liegt auch in schriftlicher Form an der Krippe zum Nachlesen.
Die Gestaltung der Krippenbilder liegt in den Händen von Familie Trierscheidt und Nico Tilmes. 

(Texte: Pfr. Lambert Schäfer, Fotos: Wilfried Kehr)

 

 


 

 

Hl. Drei Könige: "Wir haben seinen Stern aufgehen gesehen"

Nun naht der Abschluss der weihnachtlichen Festzeit. Drei Männer, mal Magier, mal Sterndeuter, mal Könige genannt, sind gekommen, um das Kind anzubeten. Ein Stern hat sie zur Krippe geführt. Sie konnten die Zeichen des Himmels lesen, deuten und richtig verstehen. Andere – etwa der König Herodes und seine Sterndeuter- haben den Sinn dieses Sterns nicht verstanden.

Heute steht darum ein Stern auf dem kleinen Podest in unserer Krippe. Sterne haben die Menschheit wohl schon immer fasziniert. Eher willkürlich werden Sterne zusammengefasst und als Sternbild gesehen. Viele Menschen interessieren sich für die Deutung der Sterne und versuchen mit aufwendigen Rechnereien und manchen Spekulationen aus dem Stand der Sterne die Zukunft heraus zu lesen.

Der Stern von Bethlehem steht aber in der biblischen Tradition als Zeichen Gottes da. Gott gibt uns Menschen Zeichen, die uns seine Pläne verstehen helfen. Wir sind ihm nicht egal und gleichgültig. Wir Menschen sind Gott wichtig, darum begleitet er uns. Das ist die Botschaft des Sterns von Bethlehem.

 

 

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Weihnachten: "Da trat ein Engel des Herrn zu Ihnen"

Maria, Josef und das göttliche Kind in der Krippe: darauf weist der Engel auf dem kleinen Podest uns mit einer eindringlichen Geste hin. Ein solch dringlicher Hinweis scheint heute nötiger denn je und er sagt uns: schaut nicht auf die Schreihälse, die die Wahrheit verdrehen, wie sie sie gerade brauchen können und haben wollen.

Der Engel sagt uns: „Fürchtet Euch nicht!“; aber gerade in das ungute Gefühl der Furcht wollen uns die Terroristen versetzen. Und wenn ihnen das gelingt, dann triumphiert das Böse. Hier aber sehen wir ein Kind, wir sehen das Gute, das Gott der Welt schenkt: sich selbst in seinem Sohn Jesus, der die Welt zum Guten verändern will.

Gott will unseren Blickwechsel. Er will, dass wir ihn in den Blick nehmen und dadurch furchtlos und mutig die Welt zum Guten gestalten. Schauen wir an Weihnachten ganz genau hin: Gott ist da und will uns retten!

 

 

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4. Advent: "Seht die Jungfrau wird ein Kind empfangen"

Maria, die Hochschwangere, steht heute auf dem kleinen Podest unserer Krippe. Sie wird von Gott erhoben und hochgepriesen von den Menschen. Ihr vertrauensvolles „Ja“ hat uns Menschen die Geburt Gottes in unsere Welt geschenkt. Ihr unbedingtes „Ja“ zu Gottes Willen eröffnet aber auch Gott neue Möglichkeiten versöhnend und barmherzig an den Menschen zu handeln.

Im Hintergrund kniet Josef und fasst sich an den Kopf: er kann es nicht sofort verstehen, er zweifelt. Ein Engel erscheint ihm im Traum und gibt ihm eine Deutung, die er annehmen kann: dieses Kind, das deine Verlobte in sich trägt, ist Gottes Kind. Josef wird in der Bibel ausdrücklich als gerecht bezeichnet: er weiß, was Recht ist. Er handelt nach diesem Traum und nach seiner Einsicht gerecht und nimmt sich Marias und des Kindes an.

Wo sagen wir „Ja“ zu Gottes Willen in unserem Leben? Wo handeln wir gerecht und in Verbundenheit mit Gottes Willen? Die Botschaft dieses Adventssonntags lädt uns genau dazu ein!

 

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3. Advent: "Mein Bote soll den Weg für dich bahnen"

Das Reich Gottes steht heute im Mittelpunkt der Krippendarstellung. Auf einem kleinen Podest steht ein Schild mit der Aufschrift „Reich Gottes“. Es ist das zentrale Thema der Verkündigung Jesu, der im weißen Gewand mitten unter den Menschen steht und ihnen vom Reich Gottes erzählt. In seinen Worten und in seinem Handeln können wir eine Ahnung davon bekommen, was damit gemeint ist: sich den Armen und Ausgestoßenen zuwenden, sich um die Kranken und Schwachen kümmern, den Notleidenden und Verfolgten helfen. Also aus der Liebe leben, denken und handeln.

Im Hintergrund steht Johannes der Täufer im Gefängnis. Für ihn wirft die Begegnung mit Jesus viele Fragen auf: ist Jesus nun der Messias oder nicht? Warum ist er so anders, als er (Johannes) ihn sich vorgestellt hat? Warum kommt Jesus sanft und voller Liebe? Warum greift er nicht ein und bestraft nicht die Unterdrücker. Für Johannes bringt die Begegnung mit Jesus viele Unsicherheiten und Fragen mit sich. „Bist du es, der kommen soll oder müssen wir auf einen anderen warten?“

Auch uns stellen sich viele Fragen im Glauben an Jesus. Der dritte Advent lädt uns ein, diese Fragen auch zuzulassen. Gott baut sein Reich mitten unter uns: es ist schon da, aber oft so ganz anders als wir das ahnen oder hoffen.

 

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2. Advent: "Ich taufe Euch nur mit Wasser zum Zeichen der Umkehr"

Unser heutiges Krippenbild erinnert uns an einen Satz aus dem Evangelium vom zweiten Advent. Johannes der Täufer steht in der Mitte und von überall her kommen Menschen auf ihn zugegangen. Sie haben von ihm gehört. Nun kommen sie zu ihm. Manche kommen, weil sie seiner Botschaft glauben, andere kommen neugierig, um zu sehen, ob er wirklich ein Prophet ist – wie behauptet wird. Einige folgen auch seinem Ruf zur Taufe, um sich von ihren Sünden rein waschen zu lassen. Johannes lockte viele damals aus den Städten und Dörfern hinaus in die Wüste, also in die Landschaft, wo Gott schon oft seinem Volk begegnet war.

Etwas seitlich steht auf dem kleinen Podest die Taufkanne mit der Schale für das Wasser. Das Wasser als Zeichen der Reinigung und des Lebens.

Johannes fordert auf zum Nachdenken über das eigene Leben: wo habe ich mich allzu bequem eingerichtet? Wo muss ich aufbrechen und hinausgehen, um neu meinem Gott zu begegnen?

 

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1. Advent: "Meine Worte werden nicht vergehen!"

Wir haben nun unser erstes Krippenbild hier stehen.

Es bezieht sich auf das Evangelium vom ersten Advent. Ein Engel mit einer Posaune steht in der Mitte und aus vier Himmelsrichtungen kommen Menschen auf ihn zugegangen. Sie haben den Ton der Posaune gehört. Sie sind die Auserwählten, die zusammengerufen werden. Sie folgen dem Ruf, der in Gottes Auftrag an sie ergangen ist.

Etwas seitlich steht ein kleines Podest auf dem der Text des heutigen Evangeliums aufgeschlagen ist. Das erinnert uns an die Aussage Jesu:

„Meine Worte werden nicht vergehen!“

Bringt man beide dargestellten Aussagen zusammen, dann sind mit den Auserwählten, die zusammenströmen, alle gemeint, die das Wort Gottes hören und ihr Leben danach ausrichten. Das Wort Gottes ist unsere Orientierung auf dem Weg: es führt uns sicher zu Gott. Wer es hört und danach lebt, geht auf Gott zu und wird ihm begegnen. Diese Verheißung begleitet uns in die Tage des Advents.

 

 

 

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